LebensART


"Man lernt fürs Leben" - steiler Satz mit schlechten Erinnerungen aus der Kindheit oder die Möglichkeit, als Erwachsener sein Leben erfüllter zu gestalten? "Man lernt nie aus" : In allen Lebensbereichen, vom Kind bis zum Alter, werden wir herausgefordert zu lernen. Wir nehmen an Schulungen teil, wir bilden uns weiter, aber wo kann man "Das Leben" lernen, damit wir nicht gelebt werden, sondern unser Leben gestalten? Gott als "Creator" des Menschen nach seiner ART, hat ihn zum Lebenskünstler geschaffen. ART bedeutet im englischen Kunst. Darin hat der Mensch "Gottes Ebenbildlichkeit" empfangen, dass er mit seinen Gaben verantwortlich kreativ werden kann. Diese Kreativität zum Leben wollen wir gerne neu wecken.

Im Beruf wird hohe Leistung gefordert um den Arbeitsplatz zu sichern – wir brauchen Fortbildung. Viele junge Erwachsene trauen sich heute nicht mehr zu heiraten, weil sie sich in Partnerschaft, Ehe und Familie überfordert fühlen. Christen wollen gerne ihren Glauben lebendig gestalten – wie geht das? Manche leben emotional gehemmt in den tagtäglichen Abläufen. Habe ich eine Perspektive? Wie sieht mich Gott? Hat Gott eine Berufung für mein Leben? Kann ich meine Gaben und Kräfte freisetzen?

LEBENSSCHULE auf Zeit
„Die Gnade Gottes ist erschienen in Jesus!“ sagt Paulus (Titus 2,11) „Sie erzieht uns zum Leben!“ Jesus hat ein faszinierendes Beispiel gegeben: Er holt 12 junge Männer zusammen, teilt sein Leben mit ihnen, lehrt sie Gott neu zu sehen und zu verstehen und gibt ihnen eine neue Perspektive und Berufung. Das Ganze ist zeitlich begrenzt und zeigt enorme Auswirkungen. Dieses Beispiel hat uns inspiriert, eine „Lebensschule“ zu entwickeln als Angebot für erwachsene Menschen, die ihren Glauben vertiefen, ihre Persönlichkeit entwickeln und ihre Berufung neu klären wollen. Der Schlüssel dazu liegt in der Heilung unseres Gottesbildes. Daraus folgt die Klärung unserer eigenen Identität. Behindernde Altlasten können abgelegt und neue Verhaltensmuster eingeübt werden.

Das Ziel ist eine stabile Persönlichkeit zu werden, die im Glauben ihren Mann oder Frau steht und gelernt hat, Beziehungen zu gestalten. Natürlich kann das jeder für sich allein versuchen. Aber gerade das Erleben und Erfahren von Gemeinschaft auf Zeit bringt innere Prozesse schneller in Gang und ermöglicht das notwendige Feedback und die aufbauende Ermutigung, die wir brauchen, um unsere Vermeidungsstrategien zu überwinden.
 

Unsere Lebensschule bietet das„Erlebnisfeld“ Gemeinschaft mit 4 Zielen:

Wir laden ein in unsere...

1.        Lebensgemeinschaft: Wir wollen das alltägliche Leben miteinander teilen: anstrengende Arbeit und freie Zeit, Glaube und Alltag, Freude und Lasten. Im Miteinander-Teilen wollen wir das Einander-Mitteilen lernen, im Austausch, in Gesprächen zwischen Tür und Angel, in seelsorglichen Gesprächen.

2.        Glaubensgemeinschaft: Wir wollen uns miteinander aufmachen, Gott zu begegnen, sein Wort zu verstehen und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Wenn wir Gott erkennen, wie er ist, erkennen auch wir uns selbst, wer wir in den Augen Gottes sind. Deshalb wollen wir gemeinsam beten lernen, die Bibel lesen und verstehen und Gottesdienst feiern.

3.        Lerngemeinschaft: Lernen für Erwachsene bedeutet, seine eigenen Unzufriedenheit und Ängste wahrzunehmen, die Ursachen festzustellen, neue Ziele ins Auge zu fassen und neue Schritte zu gehen. In der Gemeinschaft wollen wir einander ermutigen, neues Verhalten einzuüben. Ebenso wollen wir einander herausfordern, bisherige Grenzen zu überschreiten und neue Gaben zu entdecken.

4.        Dienstgemeinschaft: Gott hat uns in einen besonderen Dienst der Gastfreundschaft gerufen. Menschen sollen sich zu Hause fühlen in unserer Gemeinschaft. Darin sollen sie entdecken können, dass sie zu Hause bei Gott sein dürfen. Deshalb ist jeder eingeladen, mitzuarbeiten nach Gaben und Möglichkeiten. Mit diesem Beitrag der Arbeitskraft wird die Lebensschule zum Teil finanziert.


Das Angebot der Seelsorge in der Lebensschule:

In der seelsorglichen Begleitung geht es um folgende Themen:

Aufarbeitung der Lebenshintergründe, Lebensorientierung, Beziehungsklärungen, Kommunikationstraining, Glaubens- und Sinnkrisen, Identitätskrisen, Erarbeiten und Einüben neuer Verhaltenskonzepte.

Die seelsorgliche Begleitung wird von einem Mitglied des Mitarbeiterteams angeboten, in der Regel durch ein Gespräch alle 2 Wochen oder nach Bedarf (bei einer Kurzzeit-Teilnahme bis 4 Wochen wöchentlich).

Die seelsorgliche Begleitung geschieht nach unserer Konzeption der 5 Phasen:

1.        Wahrnehmen - Was erlebst du? Welche Gefühle nimmst du wahr?

2.        Klären - Was ist das Problem? Worum geht es eigentlich?

3.        Deuten - Was sagt die Bibel dazu? Wie sieht Gott das Problem?
           Wie sieht er dich?

4.        Vollziehen - Welche neuen Ziele sind wichtig? Wie soll Gott dabei helfen (Gebet)?

5.        Einüben – Welche Ziele will ich verändern? Welche nächsten Schritte will ich tun?


Unser Angebot ist keine Therapie und ersetzt auch keine therapeutische Behandlung im Sinne des Therapeutengesetzes!


Wir in unserer Gemeinschaft praktizieren stabilisierende Strukturen im täglichen Miteinander.

Tagesstruktur:

7.30 Uhr gemeinsame Mahlzeit

8.00 Uhr Andacht mit Bibellese, Austausch und Fürbitte

8.30 Uhr Arbeitszeit (4Std)

12.15 Uhr Mittagsgebet
12.30 Uhr gemeinsame Mahlzeit

13.00 Uhr Mittagspause

14.30 Uhr Arbeitszeit (3Std)
17.45 Uhr Abendgebet

18.00 Uhr gemeinsame Mahlzeit
20.00 Uhr freie Zeit oder gemeinsames Programm


Wochenstruktur:

Dienstag-Abend: Austauschgruppe

Mittwoch-Morgen: Impuls-Referat
Mittwoch-Abend: Gebetsabend

Wochenende: Dienst im Gästebereich oder freie Zeit

Die Arbeitszeit entspricht einer normalen „Arbeitnehmer-Struktur“ mit einer 38 Stunden-Woche an 5 ½ Tagen einschließlich Samstag Vormittag.

Wer kann teilnehmen?

Frauen und Männer ab 18 Jahre, die bereit sind, an sich zu arbeiten und offen für seelsorgliche Begleitung. Gesprächsfähigkeit und Arbeitsfähigkeit ist Voraussetzung. Die Teilnahme an der Gemeinschaft mit ihren Strukturen und ihren Programmen gehört zum seelsorglichen Prozess und ist deshalb verbindlich.

Teilnahme ist nicht möglich:

·         für nicht arbeitsfähige Menschen

·         bei akuter psychischer Erkrankung

·         bei akuter Suchtmittelabhängigkeit (Alkohol, Drogen, Tabletten)

·         bei akuter Suizidgefahr

3 Angebote der LebensART:

Sie unterscheiden sich in der Dauer und in der Beteiligung der Mitarbeit:

·         Aufatmen - 1-3 Wochen, Urlaub mit seelsorglicher Begleitung

·         Auszeit -    1-8 Wochen, halb- oder ganztägige Mitarbeit als Eigenbeitrag
                                   mit Seelsorglicher Begleitung

·         Lebensschule Kompetenz zum Leben, - bis zu einem halben Jahr,
                                   ganztägige Mitarbeit, integriertes Mitleben
                                   in der Gemeinschaft, intensive Begleitung.
                                   Im besondern Fall ist eine Verlängerung
                                   möglich.

Die Finanzierung dieser Angebote geschieht auf dreifache Weise: Der anfallende Kostenaufwand für Wohnen, Essen, Anleitung und Begleitung beträgt normalerweise 60 Euro pro Tag. Davon tragen die Teilnehmer einen Eigenanteil als Wochen-Teilnahmebeitrag, der durch Mitarbeit im Haus Lebensquell entsprechend ermäßigt wird. Der ungedeckte Teil wird durch Spenden unserer Freunde getragen. Deshalb sind wir immer auch auf der Suche nach Sponsoren. Spenden sind steuerlich abzugsfähig.

(Details bei den einzelnen Angeboten)

Bewerbungen zu diesen Angeboten erbitten wir schriftlich. Vorraussetzung ist, dass eine Krankenversicherung vorhanden ist. Für die  "Auszeit" und die "Lebensschule" erbitten wir einen Lebenslauf, persönlicher Werdegang, Angabe von Gründen, Zielen und Erwartungen für die Bewerbung. Für "Auszeit" und "Lebensschule" ist jeweils eine Probewoche Voraussetzung.